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Grundwasserneubildung

Grundwasser ist ein Rohstoff, der sich regenerieren und erneuern kann. Hauptlieferant für den Grundwasservorrat ist versickerndes Niederschlagswasser. Es sorgt dafür, dass die Grundwasservorkommen der Speichergesteine im Untergrund aufgefüllt werden. Besonders hoch ist die Grundwasserneubildung im Winter, da zu dieser Zeit ein großer Teil der Niederschläge im Boden versickert. In den wärmeren Jahreszeiten verdunstet dagegen ein großer Teil des Niederschlags bereits an der Oberfläche oder wird von Pflanzen aufgenommen. Die Grundwasserneubildung ist nicht überall gleich. Sie hängt unter anderem ab von der Niederschlagsmenge und -verteilung, der Durchlässigkeit des Bodens, dem Bewuchs und dem Relief der Bodenoberfläche sowie dem Grundwasserflurabstand. Da sich diese Parameter in Niedersachsen zum Teil auf kleinstem Raum deutlich unterscheiden, unterliegt auch die Grundwasserneubildungsrate großen lateralen Schwankungen.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserneubildung sind hier für die jährliche (flächendeckend für die Metropolregion) und hier für die monatliche (für einen Beispielraum) Neubildungsrate interaktiv dargestellt.

Literatur:

BOGENA, H., KUNKEL, R. , SCHÖBEL, T. , SCHREY, H.P. & WENDLAND, F. (2003): Die Grundwasserneubildung in Nordrhein-Westfalen.- Schriften des Forschungszentrum Jülich, Reihe Umwelt, Vol. 37.

KUNKEL, R. & WENDLAND, F. (1998): Der Landschaftswasserhaushalt im Flusseinzugsgebiet der Elbe.- Schriften des Forschungszentrum Jülich, Reihe Umwelt, Vol. 12.

LEMKE, D. & ELBRACHT, J. (2008): Grundwasserneubildung in Niedersachsen. Ein Vergleich der Methoden Dörhöfer & Josopait und GROWA06V2. GeoBerichte 10; Hannover.

MÜLLER, U. (2004): Auswertungsmethoden im Bodenschutz.- Arbeitshefte Boden 2004/2.