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Entscheidungsunterstützungssystem

Ziel des gesamten KFM-Forschungsvorhabens war es u.a., den metropolitanen Entscheidungsträgern aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft ein interaktives Entscheidungsunterstützungssystem (EUS) zum Klimafolgenmanagement an die Hand zu geben, dass es ihnen zum einen ermöglicht, Bereiche mit vorrangigem Handlungsbedarf (sog. Hot-Spots) zu identifizieren und zum anderen auch Handlungsoptionen zum Management dieser Flächen bzw. Räume zu entwickeln und zu bewerten.

 "EUS bezeichnen in der Regel die operative oder strategische Unterstützung für Managementaufgaben (insbesondere Entscheidungsfindung) durch Informationssysteme. Es werden Informationen angeboten, welche die Entscheidungsfindung erleichtern, z.B. durch das Aggregieren und Systematisieren von vorhandenen Daten. Ein EUS selbst trifft dabei keine Entscheidung." (UBA 2010)

 

"Entscheidungsunterstützungssysteme sind computergestützte Informationssysteme, die einen oder mehrere Entscheidungsträger bei semistrukturierten Entscheidungsprozessen durch die Bereitstellung der zur Problemstellung erforderlichen Informationen, Methoden und Lösungsmodelle unterstützen. Sie dienen ferner der Präsentation der Analyse- und Bewertungsergebnisse auf eine Weise, so dass diese Entscheidungsgrundlage verwendet werden können." (Averdung 2000)                                                      

            © Stephanie Hofschläger / PIXELIO

Diese Definitionen zeigen, dass Bewertungsverfahren verschiedenster Art und Ausprägung im Rahmen von Entscheidungsunterstützungssystemen eine entscheidende Rolle einnehmen. Im Klimafolgenmanagementprozess stehen EUS und mit ihnen Bewertungsverfahren vor allem in zwei Prozessphasen im Mittelpunkt.

  1. Zum einen wenn es darum geht, die Erheblichkeit der erhobenen Klimafolgen zu beurteilen. Hier kommen in erster Linie Richt- und Grenzwerte sowie statistische Testverfahren zum Einsatz. Im Forschungsprojekt wurde in diesem Zusammenhang das Hauptaugenmerk auf die Identifizierung von Hot-Spots der Klimawandelbetroffenheit gelegt. Hierbei besteht das Ziel darin, Flächen bzw. Räume auszuweisen, für die aufgrund ihrer hohen Betroffenheit vom Klimawandel eine besondere Handlungsprioritiät besteht. Das entsprechende Arbeitsergebnis kann hier eingesehen werden.
  2. Zum anderen weisen Bewertungsprozesse für die seitens der Bundesregierung geforderte Priorisierung von Anpassungsmaßnahmen eine hohe Relevanz auf (vgl. Aktionsplan Anpassung der Bunderepublik Deutschland). Hier wird das Ziel verfolgt, die identifizierten Maßnahmen für einen Beispielraum zu konkretisieren, zu bewerten und mithilfe von ausgewählten Kriterien in eine Rangfolge zu bringen (zu priorisieren). Diverse multikriterielle Bewertungsverfahren stehen hier als (z.B. in der Umweltplanung) etablierte Instrumente zur Verfügung. Das entsprechende Arbeitsergebnis kann hier eingesehen werden.

Averdung, Christoph (2000): Integration raumbezogener Daten über Schnittstellen. In: Geo- Informationssysteme - Zeitschrift für raumbezogene Information und Entscheidungen, Jg. 2000, Heft 1, S. 17 - 22.

Umweltbundesamt (UBA) (2010): Klimalotse - Leitfaden zur Anpassung an den Klimawandel. externer Link zur Quelle (23.03.2011)