Anmelden    

Energiepflanzen

Das Forschungsprojekt FE-2: Energiepflanzen stellt sich die Aufgabe, vor dem Hintergrund der Anpassung an den Klimawandel, der Erfordernisse des Klimaschutzes sowie einer koordinierten langfristig gesicherten dezentralen Energieversorgung der Bevölkerung aus regenerativen Quellen ein klimaangepasstes und standortoptimiertes Konzept für die planerische Betreuung des Anbaus und der Nutzung von Energiepflanzen in der Metropolregion zu erarbeiten. Vorläufige Forschungsergebnisse können hier eingesehen werden.

Die Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels schließt bereits bestehende und geplante Bioenergieanlagen ein, da diese lange Laufzeiten haben. Die Studie beschränkt sich auf die Betrachtung von Anlagen in landwirtschaftlicher Trägerschaft, deren Rohstoffversorgung aus der Region erfolgen kann. Zur qualifizierten Bearbeitung dieser Aufgabenstellung hat sich eine Kooperation aus den oben aufgeführten vier Institutionen gebildet, deren Aufgabenstellung und Zusammenwirken in der Abbildung dargestellt ist.
 

Strukturplan der Studie FE-2 "Energiepflanzen"

Basisinformationen zu den Themen "Klima" (FE-1), "Boden" (FE-2) und "Wasser" (FE-5) werden genutzt, um die für den Anbau von Bioenergiepflanzen relevanten Bodenkennwerte zu identifizieren.

Die sich unter den verschiedenen Klimaszenarien ergebenden Veränderungen werden von den Kooperationspartnern qualitativ und quantitativ beschrieben. Differenziert für die jeweiligen standörtlichen Bedingungen werden für die verschiedenen Klimaszenarien geeignete Energiepflanzensorten und Fruchtfolgen ausgewiesen. Dabei werden auch Arten bedacht, deren Anbau in der Metropolregion erst durch den Klimawandel möglich wird.

In Anpassung an die potenziell verfügbare Biomasse und unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur (z.B. Verteilungsnetze) und den Energiebedarf werden Vorschläge für geeignete Verfahrenstechniken zur Nutzung der Biomasse ausgearbeitet. Als Ergebnis dieser Studien können in der Metropolregion die (theoretischen) Potenziale für den Anbau und die Nutzung von Bioenergiepflanzen für verschiedene Klimaszenarien beschrieben werden.

Diese Potenziale werden im Hinblick auf Konflikte und Synergien bewertet, die sich aus den Zielsetzungen der verschiedenen Fachplanungen an den Raum ergeben. Unter Berücksichtigung von umweltpolitisch motivierten Zielsetzungen wie z.B. der "energieautarken Region" können in der Metropolregion Vorzugsflächen für den Anbau und die Nutzung von Bioenergiepflanzen ausgewiesen werden. Diese Vorzugsflächen zeichnen sich durch ihre Konfliktarmut bezüglich der multifunktionalen Nutzungsansprüche an den Raum aus. Die Methodik zur Ausweisung von Vorzugsflächen wird in einem Leitfaden dokumentiert. In ausgesuchten Vertiefungsräumen der Metropolregion werden beispielhaft konkrete Planungen für den Anbau von Energiepflanzen und für Standorte von Verwertungsanlagen ausgearbeitet. Die langfristige Wirtschaftlichkeit der Planungsvorschläge kann aus ihrer Robustheit gegenüber Veränderungen in den verschiedenen Klimaszenarien abgeleitet werden. Die Planungsbeispiele werden in verschiedenen Naturräumen der Metropolregion ausgeführt, so dass die Übertragbarkeit der Methodik überprüft werden kann.